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Iran ist einer der konstantesten asiatischen WM-Teilnehmer. Unter Trainer Amir Ghalenoei qualifizierte sich das Team souverän für die WM 2026. Gruppe G bietet mit Belgien, Ägypten und Neuseeland ein erreichbares Umfeld für einen möglichen Weiterkommen.

Die Torhüter des Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026

Trainer Amir Ghalenoei nominierte drei Keeper für Team Melli: Alireza Beiranvand, Hossein Hosseini und Payam Niazmand. Der Iran trifft in Gruppe G auf Neuseeland, Belgien und Ägypten. Das Trio vereint Irans mit Abstand bekanntesten Torwart der Geschichte, seinen erfahrenen Backup aus einer dramatischen WM-Nacht 2022 und einen jungen Stammkeeper aus Teheran, der seinen ersten großen Turnierkader erlebt.

Alireza Beiranvand Headerbild

Beiranvand ist 33 Jahre alt und kommt aus Sarab-e Yas in der westiranischen Provinz Lorestan, wo er als Kind einer nomadischen Lak-Familie aufwuchs. Sein Vater verbot ihm das Fußballspielen. Beiranvand brach trotzdem auf, schlug sich mittellos nach Teheran durch, schlief zeitweise auf der Straße und arbeitete nebenbei als Schafhirte. Mit 16 Jahren kam er zu Naft Teheran. Was dann folgte, war einer der steilsten Aufstiege in der Geschichte des asiatischen Torhüterspiels.

Mit Persepolis wurde er viermal in Folge bester Torwart der Persian Gulf Pro League und zweimal iranischer Fußballer des Jahres. 2017 war er der erste Iraner überhaupt, der für einen individuellen Preis bei den FIFA Best Football Awards nominiert wurde. Bei der WM 2018 in Russland hielt er einen Elfmeter von Cristiano Ronaldo, was ihm in Iran den Status eines Nationalhelden einbrachte. Zwei Guinness-Weltrekorde trägt er auf seinem Konto, darunter den weitesten Torwart-Einwurf der Geschichte mit 61 Metern. Nach Stationen bei Royal Antwerp und Boavista kehrte er zu Persepolis zurück, bevor er im Juli 2024 zu Tractor wechselte. In dieser Saison stand er dort in 19 Liga-Spielen. Mit 81 Länderspielen und 22 Zu-null-Spielen für den Iran ist er Ghalenoeis klare erste Wahl.

Alireza Beiranvand Fußballschuhe

Hossein Hosseini Headerbild

Hosseini ist bei Sepahan aktiv und trägt einen Moment mit sich, den kein Keeper vergisst. Bei der WM 2022 in Katar musste er in der achten Minute des Spiels gegen England einspringen, nachdem Beiranvand nach einem Zusammenprall mit dem Nasenbein ausgetragen werden musste. Was folgte, war ein 2:6-Debakel. Hosseini trug keine Schuld an der Niederlage, die durch Irans aufgerissene Defensive entstand, stand aber unter dem Druck eines überfüllten Stadions und einer Situation, auf die niemand vorbereitet ist. Dass er seitdem zur verlässlichen zweiten Wahl Ghalenoeis geworden ist, spricht für seine Resilienz. In der Persian Gulf Pro League ist er seit Jahren einer der konstantesten Keeper des Landes.

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Payam Niazmand Headerbild

Niazmand spielt bei Persepolis, dem Verein, bei dem Beiranvand seinen Durchbruch feierte. Er ist der jüngste und international unerfahrenste Keeper im Trio und erlebt mit dieser Nominierung sein erstes großes Turnier auf Senior-Ebene. In der Persian Gulf Pro League hat er sich als Stammkeeper der Teheraner Hauptstadtclub-Fanfavoriten etabliert, bringt aber kaum internationale Länderspiel-Erfahrung mit. Ghalenoei setzt auf ihn als dritte Option und langfristige Perspektive für das iranische Tor.

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