Kalt, dunkel, harte oder gefrorene Plätze, viele Trainings, wenige Spiele – die Pre-Season fühlt sich für Torhüter oft endlos an. Während Feldspieler ständig in Bewegung sind, stehst du lange im Tor, frierst und fragst dich, warum du dir das antust. Genau hier entscheidet sich, ob du nur durchhältst oder die Zeit nutzt, um stärker zu werden.
In diesem Beitrag erhältst du 7 konkrete Tipps zu Torwart-Bekleidung, Torwarttraining, Alternativen abseits des Platzes und mentaler Stärke.
Tipp 1 - Nutze Alternativen bei Platzsperren
Manchmal geht draußen gar nichts: Platz gesperrt, alles vereist oder verschneit. Genau dann kannst du dich von anderen Torhütern absetzen. Wir haben 3 Alternativen, wie du dich als Torwart im Winter fit halten kannst.
1. Workout Zuhause oder im Garten
Auch mit wenig Platz kannst du viel machen. Technik kannst du einfach trainieren: Ball gegen eine Wand passen und fangen. Reaktion kannst mit dem Sternball von Sportastic mit Spaß und Leichtigkeit verbessern. Athletik kannst du mit einfachen Workouts ohne Equipment trainieren. Filip Truksa zeigt ein einfaches Workout für schnellere Beine als Torwart.
2. Nutze Futsal- oder Hallenfußball als Torwart
Indoor-Flächen bieten viele Möglichkeiten. Auf engem Raum trainierst du schnelle Füße und kurze Reaktionszeiten – ideal für moderne Keeper. Um harte Landungen auf harten Hallenböden zu vermeiden, empfehlen wir Torwart Schutzbekleidung für Torhüter. DieTorwart Underwear von KEEPERsport schützt Knie, Ellbogen und Hüfte.
Aber nicht nur dein Körper wird in der Halle hohen Reizen ausgesetzt. Auch der Latex deiner Torwarthandschuhe wird durch den harten Boden stark beansprucht. Daher empfehlen wir beim Indoor Fußball Beläge mit langer Haltbarkeit. Hier eine kleine Auswahl:
3. Fitnessstudio: Kraft, Explosivität, Stabilität
Im Gym kannst du an den Bausteinen arbeiten, die dich später in der Meisterschaft unterstützen. Im Goalkeeping Development 4er-Paket Modul kannst du neben Technik, Psyche und Taktik deine Athletik verbessern. Im Athletik Modul (2,5 Stunden) findest du Trainingsvideos und Trainingspläne zu Kraft, Stabilität, Beweglichkeit sowie Infos zur Regeneration und Prävention im Torwarttraining.
Tipp 2 - Setze auf Schichten und Schutz statt Frieren
Die Basis gegen Frieren ist ein gut durchdachtes Schichten-System. Statt einer dicken Winterjacke hilft dir ein sinnvoller Zwiebel-Look: Funktions-Unterwäsche, eine wärmende Mittelschicht und windabweisende Torwart Oberteile halten dich warm, ohne deine Beweglichkeit einzuschränken.
Gerade als Torwart sind vor allem Hände, Füße, Kopf und Ohren entscheidend. Dünne Unterziehhandschuhe, Thermosocken, Mützen sowie gepolsterte Unterziehhosen und -shirts schützen Finger, Zehen und Aufprallzonen auf hartem Boden. So bleibst du warm, ohne dich wie ein Michelin-Männchen zu fühlen.
Tipp 3 - Richtig aufwärmen
In der Kälte reicht ein kurzes Warm-up für Torhüter nicht aus. Plane bewusst extra Zeit für ein längeres, dynamisches Programm ein. Leichtes Laufen, Sidesteps und Rückwärtslaufen, gefolgt von dynamischer Mobilität wie Hüft- und Armkreisen, Ausfallschritten und Sprungvariationen sowie Steigerungsläufen, schnellen Richtungswechseln und kurzen Sprints, damit Puls hoch, Körper warm und „wach“ ist, bevor der erste Schuss aufs Tor kommt.
Kombiniere das direkt mit torwartspezifischen Aktivierungen wie schnellen Sidesteps im Tor, kurzen Abkipp-Bewegungen und einfachen Sprüngen geringer Intensität. Andre Breitfuss zeigt dir im nächsten Video, wie du nicht nur körperlich warm, sondern technisch sofort in den Torwart-Modus kommst.
Tipp 4 - Torwarttraining kompakt halten
Wenn es richtig kalt ist, bringen lange Einheiten mit viel Stehen wenig. Besser sind kürzere, intensivere Blöcke mit vielen Aktionen und geringer Standzeit, zum Beispiel 15–20 Minuten Torwarttraining mit hoher Intensität, kurze Pause, dann der nächste Block. Sprich mit deinem Trainer darüber, dass du als Keeper kontinuierliche Aktivität brauchst, und nutze auch Lauf- oder Teamformen bewusst für Stellungsspiel, Lauftechnik und Kommunikation.
Tipp 5 - Vorbereitung annehmen
Kalt, dunkel, harte oder gefrorene Plätze, viele Trainings, wenige Spiele… Die Pre-Season fühlt sich für Torhüter oft endlos und unfair an. Wichtig ist, dass du verstehst: Dieses Gefühl haben fast alle Keeper. Es ist völlig normal, zwischendurch genervt oder müde zu sein. Sobald du akzeptierst, dass diese Phase hart ist, kannst du aktiv entscheiden, wie du damit umgehen willst.
Tipp 6 - Kleine Ziele setzen
Die Pre-Season wirkt schnell überwältigend, wenn du nur auf den Saisonstart schaust. Leichter wird es mit kleinen, konkreten Zielen pro Einheit, zum Beispiel „Heute will ich alle hohen Bälle sicher fangen“ oder „Heute Fokus auf Kommunikation“. Ein kurzes Trainingsjournal mit ein paar Stichpunkten zu dem, was gut war und was du mitnimmst, hilft dir, Fortschritte zu sehen und motiviert zu bleiben.
Tipp 7 - Nutze Team und Routinen
Du musst die Vorbereitung nicht alleine durchstehen. Eine feste Routine vor jeder Einheit mit Warm-up, Visualisierung und einem kurzen Fokus-Ritual gibt dir Sicherheit und Struktur. Der Austausch mit Torwarttrainer und Mitspielern, gemeinsames „Durchbeißen“ und einfache Visualisierungen – zum Beispiel der erste Spieltag und eine entscheidende Parade – stärken dein Mindset und machen aus der harten Zeit einen echten Vorteil.